Koproduktion Tanzhaus Zürich![]()
Ein Haus mit 5 Zimmern und einem Keller. Eine Glühbirne als einzige Lichtquelle beleuchtet einen Körper und verändert ihn zu etwas anderem, ein riesiger Fadenhaufen, der von innen glüht und sich mäandernd durch den Raum bewegt, eine rote Königin in einer zwölfminütigen Lachoper, ein Pianist, der unter der Weltkugel ein Impromptu von Schubert spielt, eine Frau, die lieber fliegen möchte als ein Ei essen.
Die performative choreografische Installation führt den Zuschauer durch ein Gebäude, das sich im Laufe des Abends in etwas anderes, neues
verwandelt. Die konventionelle Trennung zwischen Bühne und Tribüne hebt sich auf zugunsten einer je nach Thema hautnahen oder distanzierten Erfahrung des Dargestellten. Der Zuschauer begibt sich auf einen Parcours, geleitet von Tönen, Lichtquellen, Geräuschen und Performern.
Performance/Installationen: Stefanie Grubenmann
Klavier/Hammondorgel: Michelangelo Rinaldi
Raum/Bildnerische Beratung: Saskia Edens
Kostüme: Carolina de Giacinto
Geräusche/Ton: Patrick Becker
Licht: Urs Reusser
Dramaturgie: Nelly Bütikofer
Produktionsleitung: Nicole Baumgartner
Stefanie Grubenmann ist Performerin, Sängerin und Tänzerin. Sie studierte Rhythmik und Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen (D), New Dance und Improvisation bei Bewegungs-Art Freiburg (D) und Pédagogie Perceptive du Mouvement und Art et Fasciathérapie in Lissabon und Genf. Seit 2005 entwickelt sie kontinuierlich Soloperformances mit Stimme und Körper, welche sich an den Rändern von Musik,Tanz und Bildender Kunst bewegen. Sie spielte an verschiedenen Festivals und in unterschiedlichen Institutionen im In- und Ausland. 2009/2010 hatte sie einen einjährigen Residenzaufenthalt in der Roten Fabrik in Zürich. Im Dezember 2010 zeigte sie ihre Performance “hauchnah“ im Fabriktheater Rote Fabrik und dem Theater Roxy Birsfelden.
Stefanie Grubenmann ist Sängerin in verschiedenen Formationen, u.a. bei Mediva, einer mittelalterlichen Crossoverband und bei morethanmusic von Ann Allen.
Patrick Becker war nach dem Studium der audiovisuellen Gestaltung, freier Kameramann, Cutter, Beleuchter und Tontechniker. Seit seinem Abschluss 1992, entstanden Objekte und Fotografien, wofür er 1996 mit dem Basler Kunstpreis ausgezeichnet wurde. 1997 folgte ein IAAB Stipendium in Montréal. Seit 2008 arbeitet er mit Stefanie Grubenmann zusammen.
Mit ihrer neuen Produktion „Das Wunderbar Alltägliche“ bespielen Stefanie Grubenmann, Patrick Becker und ein Künstlerkollektiv eine Wohnung in Zürich und untersuchen abermals eine spezielle Zuschauersituation.
Nach „hauchnah“ ist dies ihre zweite Zusammenarbeit.
© Tanzhaus Zürich